Patchwork-Burnout Eine Frau nimmt eine Auszeit

Patchwork-Burnout: Ich brauche eine Auszeit!

Obwohl draußen die Sonne scheint, der Frühling erwacht, liege ich gerade lieber auf dem Sofa herum. Ich liebe Sonntage. An denen mache ich am liebsten nur das, wonach mir gerade der Sinn steht. Schreiben, lesen, gemütlich Tee trinken und meinen Gedanken freien Lauf lassen. Aber nicht immer genügt der Sonntag als Auszeit. Manchmal brauche ich mehr Zeit, um mich zu regenerieren und so dem nächsten Patchwork-Burnout vorzubeugen.

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Stress am Wochenende

Gerade in Patchworkfamilien kann der Alltag sehr herausfordernd sein. Und wenn am Wochenende das Haus voller Kinder ist, bleibt oft nicht einmal mehr der Sonntag zur Entspannung übrig. Essen machen, Wäsche waschen, den halben Tag auf dem Fußballplatz verbringen oder stundenlang Auto fahren, um die Kinder von A nach B zu bringen. Wer kennt das nicht.

Und wer steht hinten an? Wer schraubt seine eigenen Bedürfnisse zurück, um denen der anderen gerecht zu werden? Die Antwort kennst du.

Mein erstes Patchwork-Burnout

Burnout hielt ich viele Jahre für eine Mode-Erscheinung. Bis es mich eines Morgens selbst überraschte. Ich war am Ende meiner Kräfte. Zu dieser Zeit war ich mitten in der Scheidungsphase, die Stimmung zwischen meinem Exmann und mir war sehr angespannt. Als Selbständige suchte ich jede freie Minute um meine Aufträge abzuarbeiten, auch an den Wochenenden. Ich lebte allein mit meinen Kindern in einem kleinen Haus mit großem Garten. Mein Partner versuchte mich zu unterstützen, war aber selbst in einem nervenaufreibenden Rosenkrieg mit seiner Exfrau verstrickt. Die psychische Belastung war riesengroß. Ich wusste: Ich brauche eine Auszeit und muss die Belastung verringern. Meine erste Amtshandlung war die Anschaffung eines Naturschutz-Schildes, das den Eingang meines Gartens markierte. Ab sofort durfte dort wachsen, was wachsen wollte. Das gefiel richtig, weil ich nahezu täglich etwas neues entdeckte.

Es folgten weitere Schritte, die zur Entlastung meines Alltags führten. Einer davon war meine regelmäßige Auszeit. Manche Auszeiten genoss ich tagelang, ganz allein, nur mit mir selbst im Gepäck.

Mein zweites Patchwork-Burnout

Wie wichtig diese Auszeiten für mich waren erfuhr ich wenige Jahre später erneut. Mein zweites Patchwork-Burnout erwischte mich eiskalt. Es kündigte sich nicht langsam an, wie das erste. Es erwischte mich mitten in einem Meeting mit meinen Kollegen. Plötzlich nahm ich ihre Stimmen nicht mehr wahr, mein Sichtfeld verengte sich, mir wurde schwindelig, die Beine zitterten und ich dachte nur noch: Ich muss aus diesem Raum raus. Genau das tat ich auch. Viele Stunden später zu Hause angekommen, lag ich zwei Tage auf dem Sofa, vollkommen kraftlos. Ich hatte zu viel gearbeitet.

Mein Partner und ich lebten mittlerweile mit unseren 5 Kindern unter einem Dach auf einem Bauernhof. Meine alltäglichen Aufgaben wuchsen in dieser neuen Konstellation, parallel dazu mein Business. Ich dachte ich könnte alles schaffen und hatte vergessen, regelmäßig zu tanken. Eine Auszeit nur für mich, hatte ich mir nicht mehr gegönnt, schließlich wollte ich meinen Partner nicht allein mit allem lassen. Doch diese Auszeiten waren wichtig. Mein Partner hatte auch nichts davon, dass ich kraftlos zwei Tage auf dem Sofa lag. Im Gegenteil, es bereitete ihm Kummer. Kummer den ich ihm gerne erspart hatte. Von da an lernte ich, meinen Exmann wieder stärker in mein Leben zu integrieren und ihn den Kindern gegenüber mehr in die Pflicht zu nehmen. Das Verhältnis zu ihm verbesserte sich dadurch enorm.

Die Entwicklung meiner eigenen Methode

Ich plante ab sofort regelmäßige Auszeiten für mich ein. Oft ging ich wandern, hatte gefastet, meditierte und reflektierte über die Ereignisse, die mich so viel Kraft kosteten. Ich zog meine Schlüsse daraus, suchte nach den Wurzeln des Kernproblems und konnte so mit neuer Energie wieder in den Alltag starten. Ich entwickelte im Laufe der Jahre meine eigene Strategie, meine eigene Methode um die Wurzeln des Übels überhaupt aufspüren zu können. Und diese Strategie wende ich bis heute an. Sie ist nicht statisch und in Stein gemeißelt. Über die Jahre hinweg habe ich sie immer weiter verfeinert.

Meine Strategie in den Retreats

Diese Strategie wende ich teilweise in der Masterclass an und werde sie vor allem in meinen Retreats nutzen. Im Grunde genommen ist diese Strategie ein Sammelsurium aus vielen Komponenten. Einige Komponenten sind nicht neu, sie wurden von wunderbaren Menschen entwickelt. Ich habe das Rad also nicht neu erfunden, aber ich habe aus all diesen Komponenten oder sagen wir aus all den Zutaten, das passende Gericht für mich kreiert. Und vielleicht schmeckt es auch dir.

Ich wende in meinen Retreats alle Komponenten an, bis auf ein. Wir verzichten auf das Fasten. Während des Retreats werden meine TeilnehmerInnen köstlich umsorgt. Und nicht nur das, sie werden nicht nur von mir sondern auch von weiteren wunderbaren Patchwork-Expertinnen streckenweise begleitet. Neugierig? Dann klicke auf diesen LINK.

In der Retreat-Woche stellen wir den Kontakt zu dir selbst her. Zu deinen eigenen Gefühlen und Bedürfnissen, damit du wieder Klarheit über ​dich selbst und ​dein Leben ​gewinnst. Wir schauen uns deine Beziehungen und Konflikte an, die deinen Alltag belasten. Wir reflektieren und räumen auf. Du lernst mit Konflikten besser umzugehen. Du lernst dich abzugrenzen und gut für dich zu sorgen.

Wie sieht dein Leben aus, wenn du es nicht tust?

Wie wäre es, wenn du deine wertvolle Lebenszeit nicht mehr mit unnötigen Konflikten verschwendest. Du verwendest sie für die Dinge, die du liebst. Wie erfüllend wäre es, echte Verantwortung zu übernehmen. Wie wäre es, die Schätze hinter all den Dramen zu entdecken und endlich auszupacken, sie in dein Leben bewusst zu integrieren, um ein erfülltes, selbstbestimmtes und vor allem glückliches Leben zu führen?

So ein Retreat ist eine Investition in dich, in deine Zukunft, in dein Glück. Ich habe mich vor solchen Entscheidungen immer gefragt: Wie sieht mein Leben in einem Jahr aus, wenn ich es nicht tue? Und wie könnte es aussehen, wenn ich es tue?

Mit dieser Frage verabschiede ich dich jetzt in den restlichen Tag.

Alles Liebe

Yvonne

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Bild von silviarita auf Pixabay

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